DIY plastikreier Adventskalender

11 Tipps für einen plastikfreien
Adventskalender

Wie du einen nachhaltigen DIY Adventskalender ganz einfach selbst zauberst!

von Olivia Reindorf

Ich weiß noch, wie sehr ich mich als Kind jedes Jahr auf die Adventszeit gefreut habe. Eine große Rolle spielte dabei der Adventskalender. 24 Überraschungen, und mit jedem geöffneten Türchen steigerte er die Vorfreude auf Weihnachten. In einem Jahr gab es den klassischen Schokoladenkalender, in einem anderen Jahr einen selbstgemachten Kalender mit vielen kleinen Geschenken.
 
Heute frage ich mich, wie viel unnötigen Verpackungsmüll Adventskalender jährlich verursachen, und entscheide mich für eine selbstgemachte, nachhaltige Alternative. Das bedeutet, dass ich auf langlebige und umweltfreundliche Materialien zurückgreife sowie auf unverpackte und plastikfreie Produkte. 
 
Hast du auch Lust auf einen nachhaltigen Adventskalender, weißt aber nicht, wie du es angehen sollst? Dann helfen dir die folgenden Ideen und Anregungen zum Befüllen vielleicht weiter. Übrigens: Wenn deine Zeit es nicht hergibt, du aber trotzdem einen nachhaltigen Kalender verschenken möchtest, schau dir unbedingt unseren ersten
 

“Heute frage ich mich, wie viel unnötigen Verpackungsmüll Adventskalender jährlich verursachen, und entscheide mich für eine nachhaltige Alternative.”

Hier unsere 11 Tipps für einen selbstgemachten Adventskalender:
 
1. Unverpacktes
 
Ein nachhaltiger Adventskalender soll idealerweise ohne Verpackungen auskommen, daher bietet sich dafür ein Einkauf im Unverpacktladen an. Dort findest du beispielsweise unverpackte Schokolade oder andere plastikfreie Alternativen wie Wattestäbchen aus Bambus und Baumwolle, Strohhalme aus Glas, wiederverwendbare Obst- und Gemüsenetze etc.
 
2. Zeit verschenken
 
Überrasche die Beschenkten mit gemeinsamen Erlebnissen wie einem Tag am Strand, einem Spaziergang im Wald, einer Fahrradtour, einer Einladung zu einem selbstgekochten Essen. Bestimmt fällt dir noch viel mehr ein.
 
3. Selbstgemachtes
 
Alle freuen sich über selbstgemachte Dinge. Das kann Weihnachtsgebäck sein, Marmelade, Pesto, aber auch etwas Selbstgehäkeltes oder handgemachte Badepralinen. Im Internet findest du viele Anleitungen für kreative DIY-Geschenke.
4. Feste Kosmetik
 
Immer mehr Kosmetik wird mittlerweile in fester Form ohne Plastikverpackung angeboten. Im Unverpacktladen, aber auch in der Drogerie, findest du Produkte wie eine schöne Handseife, ein festes Shampoo oder eine feste Duschpflege, die wunderbar in einen Adventskalender passen. Natürlich kannst du Kosmetik auch selbst herstellen
 
5. Spende
 
In der Vorweihnachtszeit ist die Spendenbereitschaft der Menschen am größten, daher finde ich eine Spende für eine wohltätige Organisation optimal für ein Türchen im Adventskalender. SAMEoceans freut sich übrigens auch über jede Spende: https://www.betterplace.org/de/projects/74558
 
6. Saatgut
 
Alle Naturliebhaber*innen und Hobbygärtner*innen freuen sich über insektenfreundliche Blumensamen oder Gemüse- und Kräutersaatgutarten. Idealerweise sind sie in kleinen Papiertüten verpackt. Lose sind sie aus gesetzlichen Gründen bisher leider noch nicht erhältlich. Völlig verpackungsfrei kommst du mit selbst gewonnenen Samen aus. Dafür eignen sich Pflanzen wie beispielsweise Tomaten, Rucola, Zwiebeln oder Wucherblumen. 
 
7. Gewürze
 
Eine weitere tolle Idee sind Gewürze. Jeder benötigt sie zum Kochen und leidenschaftliche Köch*innen lieben sie. Entweder du kaufst die Gewürze direkt in nachhaltigen Glas- oder Metalldosen oder du lässt sie in einem Gewürzladen in mitgebrachte Behälter abfüllen. Du kannst auch eigene frische Kräuter wie Basilikum oder Petersilie trocknen und anschließend in kleinen Glasbehälter verstauen.
8. Gutschein
 
Wie wäre es mit einem Gutschein für einen Einkauf im Unverpacktladen? Oder einem Kino-Gutschein? Ein Gutschein kann auch einen gemeinsamen Kaffee im Lieblingscafé beinhalten. Gutscheine gibt es fast überall und sind oft schon ab fünf Euro erhältlich. Je nach Interesse der Beschenkten kannst du dich für eine passende Variante entscheiden.
 
9. Tee
 
In der Adventszeit nehmen wir gern heiße Getränke zu uns. Daher eignen sich Teebeutel hervorragend zum Befüllen des Kalenders. Es gibt einige Hersteller, die Bio-Tee in biologisch abbaubaren Beuteln und plastikfreier Verpackung anbieten. Inspirierend finde ich die Beutel, die mit yogischen Weisheiten versehen sind. Wenn du Lust hast, kannst du Tee auch ganz einfach selber machen. Hagebuttentee zum Beispiel
 
10. Rezepte
 
Der Winter läutet die gemütliche Zeit zu Hause ein und animiert zum gemeinsamen Kochen und Backen. Wie wäre es da mit Inspirationen für leckere Gerichte oder Rezepte für köstliche Weihnachtsplätzchen? Oder mit einem Rezept für einen heißen Winter-Drink?
 
 11. Verpackung
 
Hast du alle 24 Sachen beisammen, kannst du es schön und dekorativ verstauen. Am einfachsten und auch am nachhaltigsten ist ein wiederverwendbarer Kalender, der in allen erdenklichen Formen und und aus den verschiedensten Materialien angeboten wird. Du kannst ihn jedes Jahr mit neuen Geschenken befüllen und sparst dabei viel Verpackungsmüll.
 
TIPP: Aktuell gibt es sogar einen vorgefertigten Adventskalender zum selbst bestücken beim supertollen Crowdfunding-Projekt für den nachhaltigsten Weihnachtsbaum:
 
Optional kannst du fertige, mit Zahlen bedruckte Bio-Baumwollsäckchen verwenden oder die Geschenke in Papier einwickeln und mit Washi-Tape (statt Tesa) oder Hanfschnur befestigen. Und wenn du  kreativer sein möchtest, kannst du die Geschenke auch in Tücher mit der eleganten japanischen Furoshiki-Technik einwickeln. Im Internet findest du viele Anleitungen und weitere Bastel-Tipps dazu.
Weitere Anregungen findest du auch hier:
 
 
Und nun – ran an den umweltfreundlichen Adventskalender!
Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim basteln und kreativ werden für deinen plastikfreien Adventskalender! Lasst uns gemeinsam den Ozeanen ein großes Geschenk machen 🙂
 
—> PS: Den SAMEoceans nachhaltigen Adventskalender kann man noch bis zum 22.11.2020 bestellen (nur solange der Vorrat reicht)